Lesezeichen

Nachdem ich ja keine Stöckchen entgegennehme, nenne ich Ika’s Wurf mal ein „Hölzernes Lesezeichen“ und sowas kann ich natürlich nicht unbeachtet liegen lassen.

Gebunden oder Taschenbuch?
Gebunden nur, wenn ich es nicht bis zum Paperback aushalte. Die Preise sind mir einfach zu exorbitant.

Amazon oder Buchhandel?
Amazon. Im Gegensatz zum teilweise recht lahmen Buchhandel immer recht schnell, zuverlässig und mit englischen Büchern nicht überfordert.

Lesezeichen oder Eselsohr?
Eselsohr? Nie würde ich es wagen. Auch geöffnet ablegen – sogenannter Rückenbrecher – bekomme ich nicht über’s Herz. Notfalls muß als Lesezeichen der Kassenzettel, eine alte Bordkarte oder ein Blatt Klopapier (frisches!) herhalten. Habe auch schon einen Zehnmarkschein in einem vergessenen Buch gefunden. Amazon schickt übrigens bei fast jeder Büchersendung Lesezeichen mit. Danke!

Ordnen nach Autor, nach Titel oder ungeordnet?
Was weiß ich, wo Heike die Bücher nachher abstapelt? Im Wohnzimmer stehen eine Menge.

Behalten, wegwerfen oder verkaufen?
Verkaufen? Entweder das Buch bleibt (Hardcover) oder wer’s Lesen will bekommt’s (Paperback.) Getreu der Theorie „Vergeßlichkeit ist die gebräuchlichste Form des Diebstahls,“ kommen einige dann nicht zurürck. Kann ich mit Leben.

Schutzumschlag behalten oder wegwerfen?
Behalten selbstverständlich.

Mit Schutzumschlag lesen oder ohne?
Meist ohne, sonst knittert der Umschlag womöglich noch.

Kurzgeschichten oder Romane?
Es geht hier um Qualität, nicht um Länge. 😉 Und es gibt in allen Genres gutes zu lesen. Leider auch Grauenerregendes.

Sammlung (Kurzgeschichten von einem Autor) oder Anthologie (Kurzgeschichten von verschiedenen Autoren)?
Alles.

Harry Potter oder Lemony Snicket?
I’ll wait for the feature version. 🙂 Was nicht heißt, daß ich keine Phantasie oder Märchen lese, im Gegenteil. Aber irgendwie sind die spurlos an mir vorbeigegangen.

Aufhören, wenn man müde ist oder wenn das Kapitel endet?
Ich versuche Kapitelenden zu erreichen, sonst muß ich das angefangene Kapitel meist beim Weiterlesen nochmal durchackern.

„Die Nacht war dunkel und stürmisch“ oder „Es war einmal?“
Märchen in dunklen und stürmischen Nächten? Ich versteh die Frage nicht. 😛

Kaufen oder Leihen?
Eigentlich kaufen. Die Zeiten der Bibliotheken sind irgendwie vorbei. Ich leihe mir Bücher meist, wenn ich irgendwo anfange, was zu lesen und dann nicht in der Zeit fertig werde.

Neu oder gebraucht?
Neu. Gibt’s überhaupt noch Antiquariate?

Kaufentscheidung: Bestsellerliste, Rezension, Empfehlung oder Stöbern?
Von allem was, mit einer leichten Tendenz zu Empfehlungen.

Geschlossenes Ende oder Cliffhanger?
Mal so, mal so.

Einzelband oder Serie?
Qualität entscheidet. Und Serien sollten nicht ewig laufen, sonst verliere ich irgendwann die Lust.

Lieblingsserie?
Wenn Otherland (1, 2, 3, 4) als Mini-Serie durchgeht?

Lieblingsbuch, von dem noch nie jemand gehört hat?
Was weiß ich, wer von welchem Buch was gehört hat? Ich stelle mal zwei zur Auswahl: Überhaupt nicht komisch von Joseph Heller und Sacrament von Clive Barker. Aber „Lieblingsbuch“ würde ich beide nicht nennen, nur „Die Besten der wahrscheinlich unbekannten…“

Lieblingsbuch, das du letztes Jahr gelesen hast?
Was weiß ich, was ich letztes Jahr alles gelesen habe? War aber nix dabei, was sich wirklich ins Gedächtnis gebrannt hätte, soviel scheint klar.

Absolutes Lieblingsbuch aller Zeiten?
Es gibt nichts absolutes, außer beim Wodka. Wenn ich mich festlegen müßte, wahrscheinlich Catch 22 von Joseph Heller, Der Name der Rose von Umberto Eco und das oben genannte Otherland. Und ich werfe trotzig noch Hogfather von Terry Pratchett auf den Stapel. Absolut. Ihr mich auch. 😛

Schlusswort
Die Welt der Bücher ist zu vielfältig, als das man sich da in einzundzwanzig Fragen festlegen könnte. Und nein, ich werfe nix, wer will, kann sich so ein schönes, hölzernes Lesezeichen nehmen, sind genug da.

10 commenti su “Lesezeichen

  1. iKArus sagt:

    Ahh, Du hast Otherland auch gelesen. 🙂

    Yvonne arbeitet gerade noch am Zweiten, mal sehen, muss ich mir dann wohl doch mal geben …

    • Carsti sagt:

      Wir haben es zweimal gelesen. Erst ich, während Ted noch dran geshrieben hat. Also immer am Erscheinungstermin das teure Hardcover. Mit einem Jahr Verzögerung kamen dann die deutschen Versionen. Also las ich Band 3 auf Englisch und Heike Band 2 auf Deutsch. Auch das teure Hardcover. Und so weiter und so fort.

      Jeder, der sich auch nur andeutungsweise für das Netz, Rollenspiele und Phantasieromane interessiert, sollte das gelesen haben. Er wird nicht umsonst als der Tokien des 21sten Jahrhunderts bezeichnet. Und im Gegensatz zu „Herr der Ringe“ bin ich über „Otherland“ nie eingeschlafen.

  2. Erin sagt:

    hmm… ich versuch bei Otherland mal über die Hälfte des ersten Bandes hinauszukommen, und Du beim Drachenbeinthron? Deal? 😉

    • Carsti sagt:

      Okili-dokili. Wenn man bei Otherland am ersten Kapitel verzweifelt, versteh ich das ja, aber wenn man die Hälfte geschafft hat… nunja, da war ich längst gefangen.

      Denn geh ich mal gucken, wo ich „The Dragonbone Chair“ das letzte Mal hingeschleudert habe. 😉

  3. Erin sagt:

    Ich komm bei OL auch nicht weiter xD Das erste Kapitel hasse ich sooooo! Der Soldat geht ja erst noch, aber das mit der Bohnenranke wird mir dann zuviel -.-

    • Carsti sagt:

      Bei mir war’s genau andersrum. Die Weltkriegsgeschichte fand ich grausig, ich mag so’n Zeuchs nicht lesen, schon gar nicht, wenn es so bildlich beschrieben ist, daß man die Kälte in einem aufkriechen spürt. Aber dann, ab der Bohnenranke wußte ich: das wird ein Buch nach meinem Geschmack! Und so ging’s dann die anderen 1500 Seiten weiter, ich wurde nicht enttäuscht. 🙂

  4. Erin sagt:

    echt? 😀 ich kann son Kriegszeug nicht sehen [davon kann ich wochenlang albträume kriegen 😉 ] aber das lesen ging, vorallem als es hinterher „mystisch“ wurde [der Kerl der schreit und die Zigarette ;)] das fand ich spitze. Aber diese Mischung, dieses hin und her springen zwischen, ja beinahe Genres.. das war mir einfach zu krass, der Wechsel zu abrupt…
    Ich weiß gar nicht mehr wo ich damals aufgegeben habe.. ich glaube als die.. öhm.. Frau da von dieser Uni ihren Bruder vermisst hat..?
    Der einzige Charakter der mir bis zu dem Zeipunkt zugesagt hatte war der Schwarze und der tauchte mir einfach zu selten auf 🙁 Das Buch hat für mich einfach keine Konstante entwickelt, es gab kei Anzeichen wo das hinführt usw.. Das schreckt mich noch immer ab 😀

    • Carsti sagt:

      Ja, einfach ist es nicht. Aber glaube mir, alle Handlungsstränge hängen zusammen. Und manche sind sogar die gleichen, ohne das es einem am Anfang klar ist.

      Weiterlesen! 🙂

  5. Erin sagt:

    Wieder halb durch, und wieder lustlos xD Wie weit bist Du? 😉

    • Carsti sagt:

      Nichtmal viertel durch und extrem gelangweilt. Ich schaffe eigentlich bei keinem Anlauf mehr als drei Seiten und gerade gestern kam er an einer Mutter vorbei, die ihr totes Kind wiegt. Er wurde als „castle-boy“ verjagt. Nunja…

      Da greife ich lieber wieder zu Terry Patchett’s „Capre Jugulum,“ auch auf Englisch, aber witzig und vor allem flüssig geschrieben.

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