Datenerhaltungssatz

So, nun bin ich also zurück aus den USA und daheim in dem Land, das ihnen an Überwachungsaufwand nacheifert. Was ich an der ganzen Geschichte nicht vertstehe, ist die Datenhaltung. Jedes Mal, wenn ich da rüber fliege, wollen sie alles: Fingerabdrücke, Foto, Hoteladresse und lassen sich im Vorfeld noch 30 andere Daten schicken, unter anderem die Kreditkartennummer und meine halbe Lebensgeschichte. Warum eigentlich jedes Mal? Wird der Kram denn nicht irgendwo gespeichert? Normalerweise müßte mich die Kamera im Zoll erkennen und dann sollte die Begrüssung eigentlich lauten: „Guten Morgen, Herr Witte, vielen Dank, das sie die USA trotz aller Schikanen besuchen. Der Avis-Schalter befinded sich die Rolltreppe hoch, rechts. Auf der I-5 müssen Sie leider mit etwas Stau auf den rechten Spuren rechnen, wir empfehlen ausweichen auf die 599. Ihr Hotel wurde bereits benachrichtigt und hält ihr Lieblingsgetränk und einen kleinen Snack für Sie bereit. Wir wünschen ihnen einen angenehmen Aufenthalt und viel Erfolg auf der Konferenz.“ Sattdessen muß man sich immer die gleichen, relativ sinnfreien Fragen anhören… das langweilt und laeßt vermuten, dass die Kollegen da mit der Datenflut, die sie sich aufbürden, nicht klarkommen…

7 commenti su “Datenerhaltungssatz

  1. Ulf sagt:

    Jepp, wenn mehr dieser Datensammler die Datenbanken für benutzeraufbereitete Informationen (z.B. persönliche Empfehlungen bei amazon) benutzen würde, wäre ich auch weniger kritisch bei deren Datenerhebungen.
    Aber viele Firmen und Behörden (allen voran die TSA) scheinen weder die Daten verarbeiten zu können, geschweige denn sorgfältig auswerten zu können. (siehe http://www.heise.de/newsticker/meldung/92911 )
    Im einfachsten Fall kommt da eine komische Buchempfehlung bei raus, oder aber bei der TSA eine Abweisung eines unbescholtenen Bürgers am Flughafen bloß weil irgendjemand den Namen nicht richtig schreiben konnte ( siehe http://www.heise.de/newsticker/meldung/89251 ) oder im schlimmsten Fall sogar eine Gratisreise nach Kuba auf Kosten der CIA.

  2. Anonymous sagt:

    Da fallen mir ja sofort die THREE BIG QUESTIONS ein:
    Question #1:

    „Did you pack your bags yourself?“

    „No, Carrot Top packed my bags. He and Martha Stewart and Florence Henderson came over to the house last night, fixed me a lovely lobster Newburg, gave me a full body massage with sacred oils from India, performed a four way ‚round the world‘, and then they packed my bags.

    Next question:

    „Have your bags been in your possession the whole time?“

    „No. Usually the night before I travel—just as the internal linkmoon is rising—I place my bags out on the street corner and leave them there, unattended, for several hours. Just for good luck.

    Next question:

    „Has any unknown person asked you to take anything on board?“

    „Well, what exactly is an ‚unknown person‘? Surely everyone is known to someone. In fact, just this morning, Kareem and Youssef Ali ben Gabba seemed to know each other quite well. They kept joking about which one of my suitcases was the heaviest.“

    greetingz

    Morph

    • Carsti sagt:

      Wobei mir gerade auffällt, daß die Heiligen Drei Königsfragen schon seit 2003 aus der Mode gekommen sind. Vielleicht wegen George Carlin? Na egal, erinner mich dran, daß ich Dir an Weihnachten dieses Buch mitbringe: Napalm and Silly Putty. Hab doch wie immer die Instanz „Barnes and Noble“ gesingelt. Einer der Epicdrops. 🙂 Einiges Neues, aber auch ein, zwei bekannte Sachen zum immer wieder nachlesen…

  3. -,Rolle sagt:

    Naja, dass die Damen und Herren der NSA, Homeland-Security oder welche Behörde auch immer aktuell die USA vor einer feindlichen Übernahmen oder Zurückbomben in die Steinzeit schützt, die Daten nicht richtig auswerten oder speichern zu können mag ja auf den ersten Blick noch witzig aussehen, aber mir macht das Angst.
    Die werden die Daten ganz sicher nicht löschen. Die dümpeln irgendwo in einer Datenbank vor sich hin. Und irgendein Sesselpuper wird sich eine goldene Nase verdienen wollen und verschachert die Daten meistbietend – und wir können von Glück reden wenn es nur Amazon oder Google ist…

  4. Namensvetter sagt:

    An der Datenmenge generell kanns nichts liegen,
    google hat sein www ja auch im Griff, ich finde heute noch auf Anhieb irgendwelche Newsgrouppostings, die ich Anfang der 90 mal von mir gegeben habe.

    Aber das ist ja nun keine US-Behörde. ODER ????

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